Schlagfertigkeit richtig einsetzen

Nie wieder sprachlos

Schlagfertigkeit ist eine Form der geistigen Beweglichkeit, um im richtigen Augenblick zu sagen, was die vorliegende Situation gerade erfordert. Schlagfertigkeit ist nicht gleichbedeutend mit Streitlustigkeit oder Aggressivität. Vielmehr ist es die Möglichkeit ein Gespräch wieder auf eine sachliche Ebene zurückzuführen. Anlass für eine schlagfertige Reaktion können alle Gelegenheiten sein, in denen Menschen miteinander kommunizieren. 

Allgemein gilt Schlagfertigkeit als angeboren, aber das ist nicht richtig. Schlagfertigkeit kann man sich antrainieren. Es gibt verschiedene Techniken mit denen Sie Ihre eigene Schlagfertigkeit verbessern können. Stellen Sie aber sicher, dass Ihre Schlagfertigkeit zur Gesprächssituation und Ihren Zielen passt. Besonders im Beruf sollten Sie nicht das Risiko eingehen, eine dauerhafte Konfrontation mit einem Gesprächspartner herbeizuführen, sondern so schnell wie möglich wieder in einen Lösungsmodus wechseln.

 

Mit den richtigen Techniken und Tricks fördern Sie Ihre Karrierechancen im Job. Immer wieder gibt es Situationen, in denen Sie mit Sprache, Charme und Schlagfertigkeit punkten können – etwa bei internen Meetings oder in Präsentationen bei Kunden. Beachten Sie, dass es aber nicht immer das brillante Wortspiel oder die harte Retourkutsche sein muss.

 

Mit unserem Fachbeitrag wollen wir Ihnen einige beispielhafte Anregungen an die Hand geben, wie Sie zukünftig auf verbale Angriffe positiv reagieren und diese entkräften können.

 

Methode: Unerwartetes Zustimmen

Ihr Gesprächspartner legt es darauf an, Sie zu blamieren. Stimmen Sie ihm zu, indem Sie die Situation „positiv“ interpretieren und mit Humor angehen. Damit nehmen Sie der anderen Person den Wind aus den Segeln.

Angriff: „Du hast dich mit Essen bekleckert.“

Antwort: „Richtig, ich wollte mir noch ein wenig für später aufheben.“

 

Methode: Positive Umdeutung

Bei dieser Technik schaffen Sie aus negativen Formulierungen und Angriffen durch Umformulierungen positive Aussagen. Diese Technik trainiert langfristig auch die Fähigkeit, neue und positive Aspekte in ein Gespräch zu bringen. Ein Beispiel dazu:

Angriff: „Sie sind aber ein Pedant.“

Antwort: „Sie haben vollkommen recht, ich informiere mich gerne genau und achte auf alle Details.“

 
Methode: Strategie: „Wäre Ihnen … lieber?“

Hier stellen Sie einem Vorwurf oder einer Beleidigung eine extreme Alternative gegenüber. Der Angreifer muss dann entweder Ihren Vorschlag gutheißen oder seinen Vorwurf zurücknehmen. Bei dieser Strategie wenden Sie eine sogenannte „Rückfragetechnik“ an. Mitunter gerät Ihr Gegenüber dadurch in Erklärungsnot. Ein Beispiel hierfür:

Angriff: „Sie sind schon zwei Tage mit der PowerPoint-Präsentation beschäftigt.“

Antwort: „Wäre es Ihnen denn lieber, ich würde jetzt einen fehlerhaften Schnellschuss liefern, mit dem wir uns beim Chef blamieren?“

 
Natürlich gibt es noch weitere Methoden, welche zu Ihnen passen könnten, Sie müssen die für Sie passende einfach finden. Am wichtigsten ist aber das regelmäßige Üben, auch im Hinblick auf konkrete Situationen, die Sie  heute noch nicht perfekt meistern können. Oft sind es nämlich immer wiederkehrende „Standards“, in denen Schlagfertigkeit gefragt ist. Es hilft, wenn Sie sich Ihre Einfälle für später notieren. Auf diese Weise haben Sie dann eine Antwort bereits im Kopf und können sie in ähnlichen Situationen schneller abrufen. Wir wünschen Ihnen dafür den maximalen Erfolg.

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